HIV-Tests und PEP: Wann schnelles Handeln zählt
Was nach einem möglichen HIV-Kontakt wichtig ist, wie sich Testfenster unterscheiden und warum Folgetests nötig sein können.
In den ersten 72 Stunden dringend abklären lassen
Bei einem möglichen HIV-Kontakt in den vergangenen 72 Stunden wenden Sie sich umgehend an eine Notaufnahme, eine sexualmedizinische Beratungsstelle oder einen örtlichen Dienst, der PEP anbieten kann. Wenn eine Postexpositionsprophylaxe angezeigt ist, sollte sie innerhalb dieses Zeitraums möglichst früh beginnen. Auch nach Ablauf der Frist lohnt sich eine medizinische Beratung zu Tests und weiterer Vorbeugung.
Den Test passend zum Zeitpunkt wählen
Ein im Labor ausgewerteter Antigen-Antikörper-Test aus Venenblut kann HIV in der Regel früher nachweisen als ein Selbsttest, der nur Antikörper erkennt. In bestimmten Situationen kann ein Nukleinsäuretest sinnvoll sein. Ein frühes negatives Ergebnis kann zu früh sein, ein reaktiver Selbsttest muss medizinisch bestätigt werden. Erwähnen Sie die Einnahme von PEP oder PrEP.
Folgetermine vereinbaren
Der erste Test liefert einen Ausgangswert. Fragen Sie bei der Beratung nach Kontrollterminen, weiteren STI-Tests und bei fortbestehendem HIV-Risiko nach der Präexpositionsprophylaxe (PrEP).
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